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Alte Bernsbacher Straße 1
08344 Grünhain-Beierfeld
Tel.: 03774 509199
Fax: 03774 640733

Öffnungszeiten:
Dienstag - Samstag
11:00 - 21:00 Uhr
Sonntag
11:00 - 17:00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DIE GESCHICHTE DES KÖNIG-ALBERT-TURM's

"Von dieser Stätte aus erfreue sich der Wanderer der herrlichen Werke der Gottesnatur und schaue dabei auf ein glückliches und zufriedenes Land!"

Mit diesen Worten führte der vom Volk sehr beliebte König Albert die drei symbolischen Hammerschläge für die Grundsteinlegung des Turmes aus.

Bereits im Jahre 1878 kam den Mitgliedern des im gleichen Jahr gegründeten Erzgebirgszweigvereins Schwarzenberg der Gedanke, einen Aussichtsturm auf dem 728 m hohen Spiegelwald zu errichten. Am 23. April 1879 wurde zu Ehren des Geburtstages des sächsischen Königs im Rathaus zu Schwarzenberg eine freiwillige Sammlung begonnen, der noch weitere Spenden und Konzertveranstaltungen folgten, um somit das notwendige Baugeld aufzubringen. Der Grundstein für den Aussichtsturm auf dem Spiegelwald konnte schon am 09. Juli 1880 gelegt werden.

Eine schöne Tradition blieb der Pfingstausflug auf den Spiegelwald. Hier trafen sich die Bürger der umliegenden Gemeinden zum geselligen Beisammensein und Gesangsvereine sorgten für gute Unterhaltung. Nach Beendigung des 2. Weltkrieg lösten sich die Erzgebirgszweigvereine auf.
Turm und Baude, welche sich auf dem Territorium der Stadt Grünhain befinden, gingen in Privatbesitz des Einzelbauern Leichsenring über. Der Turm wurde 1945 für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Die Gaststätte war in Privatbesitz und bis 1960 allen Bürgern zugängig. Im Zuge der Bildung von landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften verkaufte der Bauer diesen Grundbesitz, welchen dann das Fernsehstudio Berlin-Adlershof von 1960 bis 1991 besaß.
Das Fernsehstudio baute ein Bettenhaus und nutzte es seit 1963 als Kinderferienlager. Bemühungen des Fernsehstudios 1961 bzw. 1966 Baukapazitäten in Höhe von 50 bis 60.000 MDN (Mark der dt. Notenbank) zur Instandsetzung des baufällig gewordenen Turmes vom Kreisbauamt Schwarzenberg zu erhalten, blieben erfolglos. Der Abbruch des Turmes erfolgte im Februar 1967.

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Die 3 Bürgermeister der Anliegergemeinden bemühten sich nach dem Abbruch des Turmes wenigsten im Rahmen eines Naherholungsgebietes das Kinderferienlager mit einer öffentlichen Gaststätte zu verbinden. Sie blieben erfolglos. In der Nähe des alten abgerissenen Turmes wurde (im Auftrag der damaligen SED) in Trägerschaft der Post eine Richtfunkstation errichtet. Der Richtfunkturm wurde nach der politischen Wende 1989 der Deutschen Bundespost zugeordnet und stillgelegt. 1990 konnten die Bürger von Beierfeld und Umgebung erstmalig wieder einen Pfingstausflug im Freigelände auf dem Spiegelwald unternehmen. Seit 1995 findet auch alljährlich wieder die Spiegelwaldkirmes auf dem Berg statt.
Der Wunsch der Einwohner der Spiegelwaldgemeinde nach dem Bau eines neuen Aussichtsturmes war groß. Am 14.09.1998 konnte, nach Gründung des "Tourismus-Zweckverband Spiegelwald" und nach Bewilligung von Fördermitteln, mit dem Bau des neuen Aussichtsturmes begonnen werden. Am 02.07.1999 war Richtfest und am 03.12. des selben Jahres die Einweihung.

Der Turm trägt heute wieder seinen alten Namen: "König-Albert-Turm".